FELLFARBEN BEIM LABRADOODLE



  EINFARBIG


  • Schwarz          
  • Brauntöne:

       vergleichbar mit Kaffee, dem Sie stufenweise Milch zufügen.

       Chocolate              sattes Dunkelbraun, zartbitterschokoladig      

       Cafe                     häufiger als Chocolate, Aufhellung bis zum 3. Lebensjahr

       Lavender              hellt zu rauchigem, lavendelfarbenen Schokoladenton auf, rosa Nase

       Parchment            "Pergament" - von Cafe aus weitere Aufhellung bis zum 3. Lebensjahr


  • Helle Töne:

       Chalk                  "rein weiß"

       Cream                 etwas dunkler als Chalk, mehr Farbe an den Ohren

       Gold                    wird auch oft als Apricot bezeichnet

       Red                     sattes Rot

       Caramel               von "light" bis "pale", aber schwarze Nasenpigmentierung


  SELTENE FARBEN


        Parti                    mind. 50% weiß mit Flecken / (Teil)sattel, teilweise Tickings

      Phantom              feste Grundfarbe mit scharf definierten Markierungen (vgl. Rottweiler, Dobermann)

      Merle                  DEFEKT- GEN ! Warnung und Erklärung s.u.

      Brindle                gestromt, wird auch als "Tiger Striping" bezeichnet

      Sable                  "Zobel", jedes einzelne Haar hat zwei Farben - die Spitze ist schwarz oder braun, die Wurzel heller


     Alle nachfolgenden Bilder zeigen Seebachtal- Doodles:

  

       


     


       

  

       


       


           


           


             


           


             


    

     Wir unterstützen keine Farbzucht, die mit gesundheitlichen Einbußen einhergehen kann !

     Das bedeutet:


     Bei F1 Verpaarungen sollte der Labrador einer der drei anerkannten Farben entsprechen 

  • Gelb (gold, kann von fast weiß bis hin zu fuchsrot gehen)
  • Braun (schokoladenbraun, chocolate, leberfarben)
  • Schwarz

       Die Farbe silber ist keine eigenständige Farbe und wird nicht von der FCI anerkannt ! Diese Trendfarbe bringt viele kontroverse Debatten mit sich, 

     wobei die aus dem Dilutionsgen resultierende Krankheit CDA (Color Dilution Alopecia, CMA color mutant alopecia)nun mittlerweile jedem gewissenhaften 

    Züchter bekannt sein müsste. Wir zitieren: "Sie wundern sich, dass ich das Dilute-Gen als „Gendefekt“ bezeichne? Kann man getrost immer dann tun, wenn wir von einer 

      Hunderasse – wie eben unserem Labrador – sprechen, der von Natur aus kein Dilute-Gen trägt. Es ist also eine Form der Gen-Unverträglichkeit, bzw. Mutation, 

      eine Anomalie, die ein Krankheitsbild hervorruft.  Wie immer rächt sich die Natur, wenn der Mensch massiv in die Genetik einzugreifen 

     versucht."  https://tierarzt-beck.de/labrador-und-die-krankheit-dilute-genetik-verstaendlich/     


 

    Desweiteren lehnen wir Zucht mit Merle- Hunden strikt ab. 

    Nicht ohne Grund ist diese Farbe auch von der WALA (Worldwide Australian Labradoodle 

    Association) nicht anerkannt, vielmehr noch verpflichten sich ihre Mitglieder dazu, Merle Hunde sterilisieren/ kastrieren zu lassen (Regularien Nr.8).

     

     Leider werden auch immer mehr Doodles ge“züchtet“, die aus Verpaarungen mit einem Merle- Pudel oder Doodle entstehen. 

      Offensichtlich gibt es für diese Farbe eine Nachfrage – die teils horrenden Preise für derartige Welpen lassen den Schluss zu, dass vielen Menschen diese 

    Farbe gefällt. Gleichzeitig liefern diese hohen Preise auch eine Erklärung, warum es immer mehr Welpenproduzenten gibt, die bereit sind, diese Nachfrage 

    auf Kosten der Gesundheit des individuellen Hundes zu befriedigen.

    Der sogenannte Merle Faktor ist eine genetische Mutation, die durch eine Fehlfunktion mit dem Silver Gen unter anderem eine Farbverdünnung der eigentlich

    ursprünglichen Farbe eines Hundes auswirkt. Mit Farbverdünnung ist eine Störung der Pigmentbildung gemeint, anders als beim „normal/gesund“ gefärbten 

    Hund wird die Haut und das Haar (Fell) ungleichmäßig und damit verdünnt pigmentiert. Anders als beim sogenannten Dilute-Gen wirkt die Farbverdünnung 

    bei Merle jedoch nicht auf die vollständige Farbgebung des Hundes, sondern nur partiell. Dadurch ergibt sich eine zerrissene Optik, es entsteht die 

    charakteristische Merle Zeichnung, die Augen betroffener Hunde sind häufig blau oder weiß (zurückzuführen auf die partielle Pigmentierungsstörung), 

    oft auch verschiedenfarbig.


    Welche Risiken sind mit Merle verbunden und warum lehnen auch wir die Zucht mit diesem Gen- Defekt konsequent ab ?


   Allein die Vorgaben aus dem Gutachten zur Auslegung des § 11b des Tierschutzgestzes, umgangssprachlich meist unter dem Begriff Qualzuchtgutachten bekannt,

   wären als Begrünung ausreichend – hier heißt es klar und deutlich:

   „da auch bei heterozygoten Merle- Tigern (Mm), wenngleich weniger häufig und mit geringerem Schweregrad als bei Weißtigern, Veränderungen der Sinnesorgane

    beschrieben worden sind (s.zitierte Literatur), die Ursache für Leiden sein könnten, sollte generell auf die Zucht mit dem Merlegen verzichtet werden.“

   Genauere Erklärung/ Verdeutlichung:

   Die Auswirkungen des Merle Faktors beschränken sich leider nicht nur auf die Farbgebung des Hundes. Neben der charakteristischen Zeichnung bringt dieses Defektgen

   ein signifikant erhöhtes Risiko von Innenohrstörungen bis hin zur vollständigen Taubheit, Störungen der Sehfähigkeit bis hin zur vollständigen Erblindung und auch 

   Störungen der Gleichgewichtsorgane mit sich. Auch über Einschränkungen der Fruchtbarkeit gibt es Berichte. Die Art und Schwere der auftretenden Probleme lässt 

   sich nicht vorhersagen.


   Von Züchtern, die mit diesem Gendefekt experimentieren, wird häufig behauptet, dass sich die Probleme ausschließlich bei reinerbigen Tieren zeigen. Das Risiko würde

   also angeblich nur bei der Verpaarung von zwei Merlehunden miteinander bestehen, immer wieder wird behauptet, dass die Verpaarung von Merlehunden (M) mit 

   Nonmerle (Nm) angeblich frei von Risiken wäre...

   Das ist nachweislich nicht der Fall – derartige Aussagen sind falsch.

   Richtig ist, dass die homozygote Verpaarung von zwei Merlehunden (M x M)  immer zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen der Nachkommen führt, die 

   so entstandenen Hunde sind zu einem äußerst hohen Prozentsatz nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen lebensfähig. Eine vorsätzliche Verpaarung zweier 

   Merlehunde ist daher unseres Erachtens ein vorsätzlicher Verstoß gegen das Qualzuchtverbot gemäß TSG.


   Richtig ist allerdings auch, dass auch bei der heterozygoten Verpaarung von Merle mit NonMerle (M x Nm) ein signifikant höheres Risiko von gesundheitlichen 

   Einschränkungen nachgewiesen wurde. Auch wenn der Prozentsatz problembehafteter Hunde erheblich geringer ist als bei der reinerbigen Verpaarung – das Risiko 

   bleibt und ist vorhanden.


   Wer das in Zweifel sieht, sollte sich insbesondere diese Sätze auf der Zunge zergehen lassen:


   „Doch nicht allein Schadwirkungen des Merlefaktors auf Augenstrukturen fanden in diesen Untersuchungen ihre Bestätigung. In Tests auf Hörfähigkeit bei jenen 

    Tieren zeigte sich, dass nicht weniger als 55 Prozent der Weisstiger und 37 Prozent der „normalen“ Tigerteckel mit Hörverlusten geschlagen waren, die zum Teil an 

    Taubheit grenzten. An verstorbenen Welpen dieser Merlekolonie wurden schwerste Innenohrveränderungen festgestellt und zugleich eine generell heraufgesetzte

    Jungtiersterblichkeit.

    Dies wird auch von wenigen Züchtern zugegeben.

    Neben den genannten Symptomen und den angeführten Einbussen männlicher Fertilität ist ferner die bei etwa der Hälfte dieser Tiger und Weisstiger ermittelte 

    Störung des Schwimmvermögens bedeutsam. Einige dieser Tiere mussten nach kurzer Zeit aus dem Wasser gezogen werden, da sonst die Gefahr des Ertrinkens 

    durch Gleichgewichtsstörungen bestanden hätte.

    Es gibt keine klaren Grenzen zwischen rein- und mischerbigen Tieren.

    Das heftige Pro und Contra in einschlägigen Züchterkreisen über die zu treffenden Maßnahmen zur Verhinderung der genannten „Gesundheitsstörungen“ zeigt, dass 

    man sich offenbar vielfach nicht darüber klar ist, dass in diesen Rassen mit einem Defektgen gezüchtet wird. Hier gibt es nur eine ethische Alternative: 

    die völlige Aufgabe des Züchtens mit dem Merle Faktor. „

    Quelle: http://www.hundezeitung.de/content/7696-defektgen-merle-faktor


    Noch mehr Infos findet man eigentlich überall, wenn man sie finden will. 

    Bsp.: Dr. Anna Laukner, Wenn Farbe krank macht, Echterdingen 2019, uvm


    NUR, WEIL ES UNTER DEN HETEROZYGOTEN MERLEHUNDEN „AUCH“ GESUNDE HUNDE GIBT, BESTEHT UNSERER ÜBERZEUGUNG NACH KEINERLEI BERECHTIGUNG, 

    DIE UNSTRITTIG VORHANDENEN EXTREM HOHEN RISIKEN IN KAUF ZU NEHMEN. DESWEGEN WIRD ES FÜR UNS IMMER NUR DIE OPTION GEBEN, DIE ZUCHT MIT 

    DEM MERLEFAKTOR STRIKT AUSZUSCHLIEßEN !

    

    "Fellfarben sind nicht nur schön, sie haben auch eine Funktion, und es gibt Farbgene, die krank machen können." Dr. Anna Laukner


     Unsere Zuchtphilosophie bedeutet auch ethisch einwandfrei vertretbare Verpaarungen , aus denen möglichst gesunde und vitale Welpen 

     resultieren. 

     Und wenn Sie oben durch unsere Bilder scrollen, sehen Sie, dass im Farbspektrum des Labradoodles auch ohne Gendefekteinkreuzung für jeden 

     Geschmack etwas dabei sein sollte :)